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Erfahrungen und Betrachtungen aus den Workshops

Durch soziales Engagement erfahren die Familien Förderung und Anerkennung sowie angemessene Zuwendung. Artikel in Verbandszeitschrift der DGAM Resonanzen/ Ausgabe Nr. 4 und 5 DGAM.
Wir laden zu unseren Treffen auch Erzieher, Lehrer und Therapeuten ein. Bei diesen Zusammentreffen ergeben sich aus einer angemessenen wahrnehmenden Arbeit neue Perspektiven und Positionen für alle Beteiligten.


Erkenntnisse aus einer holistischen

(ganzheitlichen), integral/integrativen Betrachtungsweise

Das Syndrom der Aufmerksamkeitsstörung führt uns sowohl in seinen Erscheinungsbildern als auch bei der Ursachenklärung in unterschiedliche Sinnzusammenhänge. Diese werden in ihrer (Be-)Deutung relativ stark voneinander abweichend, d.h. abhängig vom Blickwinkel der Beobachter, diskutiert. Alle Beteiligten der Workshops bestätigen mehrheitlich, dass betroffene Kinder und Jugendliche (aber auch Erwachsene) bis auf einige einheitliche Defizit-Merkmale vor allem auch vergleichbar auffallend positive soziale Besonderheiten besitzen und darüber hinaus vor allem stark individuell differenzierte, kreative Persönlichkeitsstrukturen aufweisen.


Wir können weiterhin übereinstimmend erkennen, dass vielen Menschen mit ADD (ADS/H) eine besondere Fähigkeit der fast grenzenlosen Hellfühligkeit und / oder „Weitwinkelwahrnehmung“ zu eigen ist.

Ein anderes Mal können sie jedoch wieder überdurchschnittlich gut focussieren (die Konzentration mit Scharfsinn auf etwas "eigens für sie Bedeutungsvolles" ausrichten). Daraus entwickelt sich im Laufe der Schulzeit eine große Orientierung nach außen bei gleichzeitig starkem Rückzug nach innen. Das Hin- und Herschalten zwischen diesen beiden (Ein-)Stimmungen wird individuell gesteuert und ist nicht dem rationalen Willen, sondern der intuitiven Führung unterworfen. Aufgrund dieser Abweichung von der gesellschaftlichen Norm kippen dabei die kreativen Vorzüge dieser Kinder in den Hintergrund. Vordergründig treten nun konkrete Teilleistungsstörungen im Schul- und Familienalltag in das Erscheinungsbild.

Bei der gesamten Entwicklung

gibt es extreme Polaritäten.

Gegenüber der Norm weichen ADS/H Kinder ab durch: zu früh / zu spät / zu schnell / zu langsam / zu laut / zu leise etc. Die Eltern erfahren zu ihrem teilweise eigenen ADS/H Anteil einen zusätzlichen sozialen Stressfaktor über ihre Kinder im Vergleich zur Norm. Ein Schreibaby wird zum Beispiel weniger wahrgenommen als mit der Norm verglichen. Damit wird die Botschaft des Kindes übertönt. Infolgedessen schreit dieses „unerhörte Kind“ weiter - welch ein unsinniger Stress! Die postulierte Norm bezieht sich hierbei auf unsere gesellschaftliche Norm. Viele Eltern, Lehrer und Erzieher sagen später: ein wunderbares Kind - so reich an Emotionalität und Kreativität, so begabt auf diesem oder jenem Gebiet (Malen, Musik, Sport, Mathematk, Deutsch...), aber unausstehlich bei der Pflicht (dann kommt wieder eine Aufzählung ... Aufräumen, Hausaufgaben, z.B. aber auch wieder: ...Musik, Mathematik, Deutsch..).
Den unbestreitbar objektiv und subjektiv erlebten Defiziten und Empfindsamkeiten ADD (ADS/H) Betroffener stehen ebenso unbestreitbare Sonderbegabungen gegenüber. Alle Betroffenen fühlen sich in diesen Sonderbegabungen zumeist nicht erkannt und /oder nicht unterstützt.
Brigitte Henke, Regionalgruppe DGAM, Berlin


Aus unseren Gesprächskreisen heraus lässt sich für mich sehr vermuten, dass es sich schwerlich um eine konkrete genetische oder erworbene Krankheit,
- sondern jeweils eher um eine spezifische Stoffwechsellage, spezifische Reizverarbeitungsstrategien, individuell genetisch ausgerichtete Merkmale handelt.
Wobei organische Besonderheiten durch prä-, peri- u. postnatale Umstände (vor, während und nach der Geburt) immer, bei allen Menschen, zu Teilleistungstörungen führen können. Möglicherweise „entscheiden“ sich alle Babies je nach genetischer Anlage, Begabung und Erfahrung ihres sogenannten Geburtstraumas und der ersten Erdentage allmählich für die eine „rationale“ oder andere „emotionale“ Verarbeitungsstrategie?
Wie bereits im Arbeitskreis erwähnt, finden sich (ähnlich, wie es genetisch unterschiedliche Blutgruppen mit unterschiedlichen Kompensations- und Dekompensationsmerkmalen gibt) offenbar auch verschiedene, genetisch bedingte Ausgangslagen für Stoffwechsel- und Reizverarbeitungsstrategien beim Menschen. Zumindest bleibt dies zu diskutieren, bevor 15 - 20 % der Gesamtbevölkerung repariert werden, anstatt deren besondere Verarbeitungsstrategien auch gesellschaftlich zu würdigen und damit bereits vom Schulsystem her Chancengleichheit zu bieten.
Ein Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom ist noch keine Krankheit - es kann aber krank machen! Wobei hier die Aufmerksamkeitsstörung ganz auf der Seite unseres gesellschaftlichen und kulturbedingten Umgangs mit den sogenannten Diagnosen liegt.

Psychosoziale Aspekte bei Aufmerksamkeitsstörung

Hellfühlig & hellhörig - Eine a u f m e r k s a m e Betrachtungsweise des ADS/H+/H- aus natur(heil)kundlicher Sicht mit Anregungen zur Versöhnung durch komplementäre (sich ergänzende) Schul- und Alternativ-Medizin. Referate/Beiträge von Brigitte Henke / Familienberatung Deutsche Gesellschaft für Alternative Medizin (DGAM), Regionalgruppenleiterin Berlin ADD (ADS/H) Workshops). Als Ergänzung zu unseren Workshops und Arbeitskreisen Hilfe zur Selbsthilfe wird ein spezifisches Familientraining zum Umgang mit der Phänomenologie (Erscheinungsform) des ADD konzipiert. Wir empfehlen sowohl bei der Früherkennung als auch bei der Erwachsenen-Diagnostik, eher mit den kreativen Persönlichkeitsanteilen als gegen die Teildefizite (Teilleistungsstörungen) gerichtet vorzugehen. Das heisst, wir empfehlen allgemein neben ggfs. erforderlicher Therapie vor allem Familien - Coachings (Trainings).

Mein Buchtipp dazu:

Zitat:
Der Scharfblick für Zusammenhänge. Kreative Leute können Verbindungen zwischen scheinbar unverknüpften Ereignissen aus der Vergangenheit herstellen, um daraus neue Lösungen für aktuelle Probleme zu entwickeln. Das ist wohl eine Folge ihrer Fähigkeit, eher zufällige als geradlinige Wege einzuschlagen - eines der grundlegenden Merkmale des typischen ADD (ADS) -Denkprozesses.
Literaturhinweis: "Eine andere Art, die Welt zu sehen" von Thom Hartmann Lübeck/ Verlag Schmidt-Römhild

Unser Service: Sie können hier, mit einem Klick auf den Buchtitel, das Buch gleich bestellen!


Beim ADD (ADS/H) handelt sich um ein mehrfaktorielles Erscheinungsbild aus Konstitution / Konditionierung und Wechselbeziehungen. Familienrituale können die Dankbarkeit für die Individualität eines Jeden ausdrücken. In meiner Arbeit (Trias ©) geht es darum, dass speziell betroffene Eltern/Familien ein Training darin erhalten, selbstsicher und zielbewusst die sozialen "Nebenwirkungen" des Symptom-Komplexes ADD (ADS/H) zu mindern - insbesondere, indem die Kinder und Familien bei ihren eigenen Begabungen und Potentialen abgeholt werden! Brigitte Henke

Workshops / Familientrainings auf Anfrage

Email an: henke@add-hilfe-zur-selbsthilfe.de


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